Unternehmerin zeigt Mut | Auto-Müller Aktuelles
Sabine Fremerey ist Chefin im Autohaus Müller
Hüttenberg (red).
Anfangs schien es, als wäre 2008 ein gutes Jahr für die Übernahme der „Auto-Müller GmbH & Co. KG Nach dem Tod ihrer Eltern wird Sabine Fremerey alleinige Chefin des Hüttenberger Familienbetriebs für Autohandel und -reparatur. Sie übernahm das Autohaus ihrer Eltern in Hüttenberg und manövriert seitdem 70 Mitarbeiter durch die Krise.
Doch schnell türmen sich die Hürden der Wirtschaftskrise vor ihr auf. Mit Zielstrebigkeit und guter Unternehmenskommunikation manövriert sie ihre 70 Mitarbeiter souverän durch die Rezession. Auch wenn das Tal noch nicht durchschritten ist, blickt sie stets nach vorne- eine Qualität, die nach einer Bewerbung bei „Mutmacher der Nation" ruft. Deutschlands erfolgreichste Mittelstandsinitiative unter Schirmherrn Christian Wulff macht auf die mutigenUnternehmer des Landes aufmerksam. „Eine umgesetzte 50-Prozent-Lösung ist besser als der theoretische 100-Prozent-Erfolg", das ist der Leitspruch der Unternehmerin Sabine Fremerey geborene Müller.
lm Jahr 1970 haben ihre Eltern den Fahrzeughandel gegründet. Da ist sie gerade geboren und ihr Bruder sechs Jahre alt. Später helfen die Kinder so manche Ferien im Betrieb aus. lhr BWL—Studium beginnt die Hessin, ohne konkret an eine spätere Firmenübernahme zu denken. Mit 28 Jahren fällt die Entscheidung jedoch von alleine. Ihre Mutter stirbt überraschend, und Sabine Fremerey übernimmt zusammen mit ihrem Bruder jeweils 50 Prozent der Geschäftsanteile. Als 2007 auch ihr Vater stirbt, wird die Verantwortung komplett von den beiden Geschwistern gestemmt. 2008 trifft die Betriebswirtschaftlerin eine mutige Entscheidung: Sie erwirbt die Gesellschaftsanteile ihres Bruders und nimmt die volle Verantwortung für den Betrieb und die 70 Mitarbeiter auf sich.
"Es war ein sehr intensives und herausforderndes Jahr, das ich mit viel positiver Energie und mit Hilfe meiner tollen Mitarbeiter und ihrer hohen Einsatzbereitschaft erfolgreich gemeistert habe", sagt sie rückblickend. Auf dem Erfolg kann sie sich nicht ausruhen, die nächste Hürde folgt sofort: Unter dem Druck der Banken- und Finanzmarktkrise zieht eine ihrer Hausbanken ihre Darlehenszusage zurück. Damit nicht genug, jetzt trifft die Krise auch noch den Autohandel. Die Mutter einer siebenjährigen Tochter kann in diesen turbulenten Zeiten nur eines tun: furchtlos sein. ,,Es ist ein Zeichen von Intelligenz, in jeder Situation auch das Positive zu sehen", verdeutlicht sie ihr Mantra. Und diese Einstellung findet ihre Bestätigung. Sabine Fremerey ergreift die Chance für einen Bankenwechsel und arbeitet bereits 2009 mit anderen vertrauensvollen Geldinstituten zusammen. Damit sind die ersten Steine für ein erfolgreiches Jahr 2010 gelegt, denn der Glaube an die Sache muss mit guter Planung und erfolgreicher Unternehmenskommunikation verbunden sein. Nurso konnte die Unternehmerin aus dem Lahn-Dill-Kreis auch die schwierigsten Herausforderungen, ob persönlich oder wirtschaftlich, durchstehen und im allgemeinen Krisenjahr 2009 mit ihrer gesamten Mannschaft erfolgreich gegen diesen Trend schwimmen.
Nicht nur im Geschäft ist sie eine Kämpferin: Gerade laufen ihre Vorbereitungen auf einen arktischen Zehnkampf im Kanadischen Yukon im Rahmen der Fulda Challenge 2010 - eine Riesenherausforderung, die ihr sportliche Höchstleistungen bei eisigen Temperaturen von bis zu minus 40 Grad Celsius abverlangt. Das Angebot von Volkswagen, im Januar für das Team VW zu starten, nahm Sabine Fremerey sofort an und bereitet sich seitdem konsequent auf den Wettkampf vor. Mit ihrem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten bewirbt sie sich nun bei »Mutmacher der Nation — auch um anderen Unternehmern Zuversicht zu schenken.
Der Mittelstandswettbewerb wurde von der Verlegergemeinschaft „Das Örtliche" ins Leben gerufen und bringt vorbildliche Unternehmer in die Öffentlichkeit.
Bewerbungen sind möglich:
im Internet auf www.mutmacher-der-nation.de
oder telefonisch unter 0201/83012610.






